Manuka - Honig

Wunderhonig aus Neuseeland

Manuka Honig

 

Antibakteriell, antiviral, entzündungshemmend und wundheilend:

die positiven Wirkungen von Manuka- Honig sind buchstäblich in aller Munde. Was macht das Bienenprodukt aus Neuseeland so besonders und worauf sollte beim Kauf geachtet werden?

 

Kaum zu glauben, dass der heute so geschätzte Manuka- Honig aufgrund seines etwas strengen Geschmacks in der Heimat lange ein Schattendasein fristete und bis in die 30er- Jahre des vorigen Jahrhunderts teilweise sogar als Viehfutter verwendet wurde. 

 

Irgendwann fiel jedoch auf, dass Kühe, die Manuka- Honig fraßen, so gut wie nie krank wurden. Man besann sich wieder auf das Wissen der Maori, der Ureinwohner Neuseelands, in deren Naturmedizin die Manuka- Pflanze eine wichtige Rolle spielt.

 

Manuka gehört wie Gewürznelke, Eukalyptus oder Teebaum zu den Myrtengewächsen und kommt nur in Neuseeland und Australien vor. Das auch Südseemyrte genannte Gewächs ist anspruchslos, zäh und widerstandsfähig und kann als Pionierpflanze in kurzer Zeit große Flächen besiedeln, was auf wenig Gegenliebe bei den eingewanderten Farmern stieß. 

 

Der Honig, den die erst 1839 aus Europa nach Neuseeland eingeführte Honigbiene aus dem Nektar der Manukablüten produziert, bietet mittlerweile jedoch einen reellen Schutz vor der Rodung.

 

Jahrzehntelang blieb die Wirkungsweise von Manuka- Honig ein Rätsel. Erst im Jahr 2006 gelang es einem Forscherteam der Technischen Universität Dresden um den Lebensmittelchemiker Professor Thomas Henle, zweifelsfrei jene Substanz zu identifizieren, der Manuka- Honig seine einzigartigen Eigenschaften verdankt:

Methylglyoxal (MGO), ein Zuckerabbauprodukt, das erst im Bienenstock entsteht. 

 

Es gibt kein anderes Lebensmittel, das auch nur annähernd ähnlich hohe MGO- Werte aufweist wie Manuka- Honig. In der Praxis erweist sich Methylglyoxal – innerlich wie äußerlich – als äußerst effektiver Keimkiller.

 

Die Anwendungsbereiche von Manuka- Honig sind entsprechend breit gefächert:

  • Wundheilung
  • Insektenstiche
  • Hautprobleme
  • grippale Infekte
  • Entzündungen (z.B. Blasen- und Darmentzündungen)
  • Magen- und Darmprobleme
  • Zahnfleischbeschwerden. 
Bienen Waben

 

In zahlreichen Studien konnte der entzündungshemmende Effekt des Manuka- Honigs und auch seine Wirksamkeit bei spezifischen Anwendungen mittlerweile nachgewiesen werden, beispielsweise gegen Grippe- Viren oder gegen Bakterien, die Zahnfleischentzündungen und Karies verursachen.

 

Der neuseeländische Wunderhonig ist weltweit ein Verkaufsschlager. Vor allem in Asien herrscht riesige Nachfrage. Die Produktionsmenge ist jedoch naturgemäß begrenzt, was sich im Preis niederschlägt.

 

Die gut 6000 Imker erzeugen pro Jahr insgesamt mehr als 17000 Tonnen Honig. Wie viel davon von der Manuka- Pflanze stammt, lässt sich nicht verlässlich ermitteln, da in keiner Statistik unterschiedliche Honigsorten erfasst werden. Der Verdacht liegt nahe, dass nicht in jedem Glas, auf dem Manuka steht, auch vorwiegend Manuka- Honig enthalten ist – was bei Stichproben- Untersuchungen immer wieder belegt wird. 

 

Für den Verbraucher gilt es deshalb, beim Kauf vor allem auf die Seriosität des Anbieters zu achten. Einzig verlässlicher Anzeiger für die Wirksamkeit ist der MGO- Wert, der auf dem Etikett angegeben sein sollte. MGO 100+ bedeutet, dass der entsprechende Honig mindestens 100 mg Methylglyoxal pro Kilo enthält.

 

Zu den Besonderheiten des Manuka- Honigs gehört es, dass nicht nur die Farbe, sondern auch der MGO- Gehalt je nach Standort und Wachstumsbedingungen der Pflanzen extrem schwanken können.

 

Spitzenwerte von bis zu 1200 mg sind möglich. Bei Manuka Health, mit rund 1000 Tonnen Jahresproduktion zweitgrößter Abfüller in Neuseeland, wird deshalb aus jedem angelieferten Fass eine Probe analysiert. 

 

Durch entsprechendes Mischen lassen sich die Mindeststärken der Manuka- Health- Honige von 100+, 250+, 400+ oder 550+ MGO verlässlich gewährleisten. Vor allem für äußerliche Anwendungen dürfte die Wirkung eines Honigs mit 100+ MGO in den meisten Fällen ausreichend sein.

 

Grundsätzlich gilt die Faustregel: je tiefer im Körper die Beschwerden sind, die bekämpft werden sollen, desto höher sollte der MGO- Wert sein. 

 

Zitronen-Tee mit Manuka-Honig
Zitronen-Tee mit Manuka-Honig

 

Anwendung: 

Bei meiner letzten Erkältung habe ich 3 x täglich ein Teelöffel Manuka- Honig auf der Zunge zergehen lassen und möglichst lange im Mund behalten und dann sehr langsam heruntergeschluckt. 

Den letzten Teelöffel nahm ich direkt vor dem Schlafengehen. 

Auch habe ich mir abends immer einen Tee zubereitet aus Zitrone, Minze, Ingwer und Manuka- Honig.

Mir hat's geholfen. Hab mich für die Stärke 100+ entschieden und war völlig ausreichend. 

Kann nur sagen, probiert's doch mal aus. 

 

Hier noch ein interessantes Video dazu:

www.youtube.com/watch?v=v0h50FTMEbQ

 

Quellen: 

Reformhaus-Kurier Dezember 2016

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